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Über die Wirkung des Tyramins und des Phenyläthylamins und über den Synergismus dieser beiden Substanzen. (III. Mitteilung.)

Tominaga, Isao
Thumnail 38_723.pdf 4.87 MB
Abstract
Die oben mitgeteilten Resultate lassen sich folgendermassen zusammenfassen: Das Tyramin und das Phenyläthylamin rufen am Katzen- und Hundeuterus je nach dem Zustand des Uterus entweder eine inhibitorische oder eine fördernde Wirkung hervor. Am virginellen Katzenuterus bewirken sie nämlich gleichfalls in kleinen Dosen eine Hemmung und in höheren Dosen erst Hemmung, dann später Erregung. Auf den nichtvirginellen Katzenuterus wirken sie in kleineren Dosen hemmend in mittleren erst hemmend, dann erregend und in grösseren erregend. Dagegen rufen sie am jugendlichen Katzen- und Hundeuterus ausschliesslich Erregung hervor. Auch der nichtvirginelle Hundeuterus pflegt auf die beiden Gifte mit Erregung zu reagieren. Der virginelle Hundeuterus zeigt nicht immer eine einheitliche Erscheinung, indem ein Teil wie der virginelle Katzenuterus, der andere dagegen wie der ju gendliche Hundeuterus reagiert. Aus obigen Angaben werden die Widersprüche in der Literatur über die Uterus wirkung des Tyramins ohne weiteres verständlich. Im Gegensatz zu den beiden Giften übt das Adrenalin in allen Fällen eine einsinnige Wirkung aus, d. h. es wirkt eigentlich inhibitorisch. Daher hat das Adrenalin einen antagonistischen Einfluss auf die erregende Wirkung des Tyramins resp. Phenyläthylamins. Die hemmende Wirkung des Tyramins und des Phenyläthylamins ist aus verschiedenen Gründen (s. S. 731) als eine Erregung der hemmenden Sympathicusendigungen aufzufassen. Bei der erregenden Wirkung hingegen handelt es sich zum grössten Teil um die Reizung des Muskels selbst, da sie durch verschiedene Mengen von Atropin fast nicht gehemmt werden kann. Aus obigen Tatsachen wird der Schluss gezogen, dass die beiden Gifte auch am Uterus ausser in der Muskulatur auch in den sympathischen Nervenendigungen ihren Angriffsort besitzen, wie bei verschiedenen glattmuskeligen Organen. Aber die sympathische Wirkung ist je nach den Tierarten und dem Zustand des Uterus nicht immer nachweisbar; falls diese Gifte wie am Uterus von Kaninchen, Meerschweinchen u. s. w. eine starke Erregung des Muskels verursachen, so tritt diese nervöse Wirkung in den Hintergrund. Falls dagegen die hemmenden Sympathiscuselemente eine starke Erregbarkeit besitzen, so prägt sich die nervöse Wirkung am besten aus. Ferner lässt sich in der erregenden Wirkung ein deutlicher Synergismus zwischen den beiden Substanzen nachweisen. Dagegen zeigen die hemmenden Wirkungen der beiden Gifte weder eine Addierung noch eine Potenzierung.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489