Journal of Okayama Medical Association
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原發性筋肉血管腫ニ就テ特ニ該腫瘍内ニ於ケル結石形成ニ關スル知見

Sugano, D. M.
Thumnail 38_760.pdf 2.75 MB
Abstract
Der Verfasser untersuchte eine weiche taubeneigrosse Geschwulst, welche sich im M. biceps brachii eines zweijaehrigen Maedchens entwickelte und durch Operation total exstirpiert wurde, und bestaetigte, dass es sich um ein in demselben Muskel angeboren entwickeltes sog. primaeres Muskelangiom handelte. Nach genaueren mikroskopischen Untersuchungen kam der Verfasser zu den folgenden Schluessen. 1. Das primaere Muskelangiom zeigt makroskopisch sowie mikroskopisch fast stets kavernoesen Bau und entwickelt sich am haeufigsten an den unteren Extremitaeten, besonders in M. quadriceps, meist als ein umschriebener Tumor. 2. Zeigen sich auch in der benachbarten Haut des Tumors teleangiektatischen Flecken, so spricht das doch natuerlich nicht gegen ein primaeres Muskelangiom, wenn es aus der anamnestischen oder anderen klinischen Grundlage mit Sicherheit hervorgeht, dass der Muskeltumor und Hautfleck raeumlich durch dazwischenliegende normale Haut und Unterhaut getrennt sind. Der Meinung des Verfassers nach ist es dabei auch noetig zu beruecksichtigen, ob der Hautfleck von expansiver oder infiltrativer Natur ist. 3. Was die Entstehung des Muskelangioms anbetrifft, so ist der Verfasser der Meinnung, dass der Tumor aus einem selbstaendigen aus Bindegewebe und Gefaessen aufgebauten Gewebskeim entsteht, wie Rebbert betont. Die Geschwulst entwickelt sich also immer kongenital. 4. Das Muskelangiom besteht hauptsaechlich aus den neugebildeten Gefaessen und dem gewucherten Bindegewebe, welches teilweise durch Stauung des Blutes und gebildete Steine auch sekundaer hervorgerufen werden koennte. Allerdings bei Muskelangiom ist das Vorhandensein des Perimissium sehr guenstig fuer die Wucherung der Bindegewebe. 5. Die Veraenderungen der Muskelfasern bei dieser Geschwulst Der Verfasser sah nicht nur einfache Atrophie, welche schon von einigen Autoren als einzige Veraenderung der Muskelfasern beschrieben worden ist, sondern auch sogenannte hyaline und koernige Degeneration und sogar den koernigen Zerfall und voelligen Schwund. Ausserdem sind noch auch die Vakuolenbildung und Fragmentation als degenerative Veraenderung der Muskelfasern aufzuzaehlen. 6. Die Steinbildung im Tumorgewebe, die bei Muskelangiom relativ haeufig angesehen wird, beruht nach des Verfassers Ansicht auf der dystrophischen Verkalkung derjenigen Muskelfasern, welche durch wuchernde Geschwulst zerstueckelt und in die kavernoesen Hoehle eingeschlossen wurden. Waehrend nun ein Teil der so entstandenen Gewebsemboli an die Hoehlenwand haftet und allmaehlich sich fibroes verwandelt, ein anderer Teil dagegen bleibt mitten im gestauten Blut und bald nekrotisiert. Es ist dabei merkwuerdig, dass die Degeneration zuerst hauptsaechlich von Zentrum des Embolus mit trueber Schwellung beginnt und durch koernigen Zerfall geht in voelligen Schwund ueber. Dem degenerativen Schwund des Muskelstueckes sich anschliessend, findet die Kalkablagerung an derselben Stelle statt, wo der Kalk anfangs in diffuser fein körniger Form auftritt, und diese Körner nehmen allmählich an Zahl und Grösse zu, indem sie miteinander sich konfluieren. Der nacheinander abgelagerte Kalk kommt nun schliesslich zur Bildung einer Kalkschale an der Randpartie des Nekrosenherdes. Die hier gebildete Kalkschale ist nämlich der Kern des Steins, welcher den nachfolgenden schichtweise darauf abgelagerten Kalk von konzentrischer Anordnung bis zur Ausbildung eines fertigen Steins führt. 7. Der Stein zeigt sich auf der Röntgenplatte als ein kreisrunder mit einem hellen Hof und dunkelen Rand versehener Schatten, meist von Erbsengrösse; das gerade entpricht dem oben erwähnten Vorgang der Steinbildung. Die röntgenologische Untersuchung ist also von diagnostischem Wert bei Muskelangiom, wenn der Stein im Tumor vorhanden ist.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489