Journal of Okayama Medical Association
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交感神經毒ノ摘出家兎子宮ニ對スル作用ニ及ボス「ストリヒニン」ノ影響ニ就テ

Takatsuki, Saburo
Thumnail 43_2200.pdf 4.62 MB
Abstract
Strychnin verursacht in kleinen bis grösseren Konzentrationen eine Erregung des Uterus, die auf die Reizung des Muskels selbst zurückzuführen ist. Bei sehr hohen Dosen (0, 04%) tritt dagegen infolge der Muskellähmung eine hemmende Wirkung auf. Wird der Uterus mit einer bestimmten Konzentration (0, 001-0, 01%) von Strychnin vorbehandelt, so wird die sonst auftretende erregende Wirkung des Adrenalins in eine hemmende umgekehrt. Die durch Adrenalin verursachte Erregung des Uterus wird durch these Dosen Strychnin völlig beseitigt. Wenn man Strychnin und Adrenalin gleichzeitig wirken lässt, so sieht man bei kleineren Dosen von Strychnin eine schwache und kürzer dauernde erregende Wirkung, als wenn man Adrenalin allein wirken lässt, aber bei Steigerung der Strychnindose tritt. schliesslich keine Erregung mehr auf, sondern eine Umkehrung der Wirkung. An dem mit Strychnin vorbehandelten Uterus bedingt ein wiederholter Zusatz von Adrenalin immer eine umgekehrte Wirkung. Das Verhalten von Adrenalon zu Strychnin ist fast ebenso wie das von Adrenalin. Bei der Erregung durch Strychnin ruft eine sonst erregend wirkende Dose von Adrenalon eine Hemmung hervor, und die Erregung durch Adrenalon wird durch Strychnin gehemmt. Aber die Wirkung von sehr hohen Dosen Adrenalon, wie 0.1%, kann nicht mit Strychnin umkehren. Ferner zeigt am Strychninuterus die wiederholte Einwirkung von Adrenalon im Gegensatz zum Adrenalin bei der zweiten Einwirkung keine Umkehrung der Wirkung mehr. Die erregende Wirkung des Ephedrins kann auch durch Vor- oder Nachbehandlung mit Strychnin gehemmt und umgekehrt werden. Dabei ist aber eine etwas grössere Dose von Strychnin (0.005-0.01%) erforderlich, als bei Adrenalin und Adrenalon. Zwischen Tyramin oder Tetrahydro-β-naphthylamin und Strychnin besteht auch ein ähnliches Verhältnis wie bei den vorangehenden Sympathicusgiften. Aber die Umkehrung der Wirkung tritt bei diesen 2 Giften viel undeutlicher und inkonstanter zutage. Strychnin verstärkt auch in kleinen Dosen, die die Wirkung der genannten Sympathicusgifte nicht umkehren können, die erregende Wirkung derselben auf den Uterus nicht, sondern schwächt sie vielmehr ab, obwohl es allein auf diesen erregend wirkt. Aus diesen Resultaten ergibt sich, dass dem Strychnin neben der bekannten erregenden Wirkung auf den glatten Muskel auch die spezifische Wirkung zukommt, die Endigungen der fördernden. Sympathicusfasern zu lähmen. Mit Hilfe dieser Wirkung konnte die Elektivität der Sympathicuswirkung einiger Sympathicusgifte und ihre Wirkung auf die hemmenden Sympathicusfasern vergleichend beobachtet werden.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489