Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

「アミノ」酸ノ「アドレナリン」,「エフエドリン」及ビ「ミドリアチン」ノ血管作用ニ及ボス影響ニ就テ

Kinoshita, Masayuki
Thumnail 45_69.pdf 998 KB
Abstract
Die Tatsache, dass die Wirkung des Adrenalins durch Aminosäuren verstärkt wird, ist schon bekannt. Aber über ihre Ursacne sind die Meinung der Autoren noch uneinig. Über den Einfluss der Aminosäuren auf die Wirkung des Ephedrins findet sich in der Literatur nur die Mitteilung von Abderhalden und Vlassopoulos, dass Ephedrin durch diese Säuren inkonstant und schwach verstärkt wird. Der Einfluss auf die Wirkung des Mydriatins ist noch nicht bekannt. Ferner über den Einfluss der Kombination von 2 Aminosäuren gehen die Resultate von Taniuchi und Sakamoto auseinander. Nach den Versuchen des Verfassers am Ohrgefäss des Kaninchens nach der Pissemskischer Methode ergiebt sich folgendes Resultat. 1. Glykokoll, Alanin, Triptophan und Histidin sind auf das Kaninchenohrgefäss in niedrigeren Konzentrationen wirkungslos, aber in höheren dilatierend. Beim zusammenwirken mit Adrenalin verstärken diese Substanzen in jeder Konzentrationen die Adrenalinwirkung und verlängern die Wirkungsdauer. Diese Wirkung ist beim Histidin am stärksten, dann kommen der Reihe nach Glykokoll, Alanin und Triptophan. Vergleicht man die Wirkungsstärke dieser Substanzen mit Hilfe des Grades der Herabsetzung der wirksamen Minimaldosis des Adrenalins, so kann Histidin die letztere bis auf 1/100, Glykokoll bis auf 1/10-1/20, Alanin bis auf 1/7-1/10 und Triptophan bis auf 1/4-1/10 herabsetzen. 2. Die Verstärkende Wirkung der Aminosäuren auf Adrenalin wächst mit der Konzentration. Aber über eine bestimmte Konzentration hinaus wird die Wirkung nicht mehr stärker, wird jedoch bei höher Konzentration nie schwächer als bei niedriegeren Konzentrationen. 3. Die Verstärkung der Adrenalinwirkung durch Aminosäure tritt nur bei der gleichzeitigen Anwesenheit der beiden Stoffe in der Durchblutungsflüssigkeit auf. Dass aber bei vorheriger Einwirkung einer hohen Konzentration von Histidin und Glykokoll die Adrenalinwirkung ein wenig verstärkt wird, dürfte auf die kleinen, in der Gefässwand gebliebenen Reste der Aminosäuren zurückzuführen sein, weil bei diesen Aminosäuren die verstärkende Wirkung sehr stark ist. 4. Bei der Kombination von 2 Aminosäuren wird die verstärkende Wirkung auf Adrenalin im Gegensatz zum Befund von Taniuchi immer noch wahrgenommen. Dabei ist eine Kombination von je 1/2 der wirksamen Minimalkonzentration der beiden Aminosäuren wirksam, während eine solche von je unter 1/2 der wirksamen Minimalkonzentration versagt. Also addieren sich die verstärkenden Wirkungen der Aminosäuren auf die Adrenalinwirkung. Bei der Kombination von 4 Aminosäuren gilt dasselbe. Diese Resultate bestätigen Sakamotos Befund. 5. Die gefässverengernden Wirkungen von Ephedrin und Mydriatin können durch eine Kombination der genannten Aminosäuren gar nicht verstärkt werden. Sie werden sogar durch eine hohe Konzentration der Aminosäuren antagonistisch beeinflusst. Zum Verhindern der Wirkung des Ephedrins und Mydriatins braucht es beim Mydriatin eine höhere Konzentration der Aminosäuren als beim Ephedrin. Auf Grund dieser Resultate hat der Verfasser den Schluss gezogen, dass die Verstärkung der Adrenalinwirkung durch Aminosäuren auf die Verhinderung der Oxydation des Adrenalins zuruckzuführen ist, und dass die Tatsache, dass die Wirkung des Ephedrins und des Mydriatins dadurch nicht verstärkt wird, mit deren Eigenschaft, schwer oxydierbar zu sein, verknüpft ist. Ferner stimmt der letzte Befund, dass die Wirkung des Ephedrins durch eine niedriegere Konzentration der Aminosäuren noch gegenteiliger beeinflusst werden kann als die des Mydriatins, mit der früheren Behauptung des Verf. überein, dass Ephedrin auf die Vasokonstriktoren schwächer wirkt als Mydriatin.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489