Journal of Okayama Medical Association
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Kahn氏竝ニ宗氏黴毒血清反應ニ就テ

Miyake, Shinji
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Abstract
Der Verf. stellte bei iusgesamt 1075 Blutseren, welche wahrend März 1932-Sept.1933 aus ambulanten, aufgenommenen oder aus den anderen praktischen Ärzten behandelten Patienten entnommen wurden, vergleichende Untersuchungen über die Wassermann'sche und Murata'sche sowie Kahn'sche Serumreaktion an, wobei bei wenigen Fällen auch So'sche Serumreaktion, ein modifiziertes Verfahren der Kahn'schen Serumreaktion, vergleichend ausgefuhrt wurde. Daraus ergibt sich folgendes: 1. Unter allen Blutseren, fällt die Kahn'sche Reaktion in 92% von Fällen mit positiver Wassermann'scher Reaktion und bei Fällen mit positiver Murata'scher Reaktion in 98% positiv aus. Dies zeigt, dass sie bei fast allen Fällen mit positiver Wassermann'scher oder Murata'scher Reaktion positiv ausfällt. 2. Bei 184 Fällen des syphilitischen Blutserums beträgt der Prozentsatz des positiven Ausfälls der Wassermann', Murata' und Kahn'schen Reaktion je 61%, 79% und 98%. Wenn man aber dabei die positive Reaktion mittleren Grades hinzurechnet, so wird das prozentualle Verhaltnis Wassermann'sche Reaktion 45%, Murata'sche R. 61% und Kahn'sche R. 74%. Damit klassifizierte der Verf. die ganzen syphilitischen Blutseren je nach der Art und fand, dass die Fälle, bei denen Kahn'sche Reaktion mit Wassermann'sche R. oder Kahn'sche R. mit Murata'sche R. immer übereinstimmend ausfällen, relativ wenig auftreten. Dies beruht darauf, dass sich bei vielen Fällen die Kahn'sche Reaktion im allgemeinen starker als andere Reaktionen präsentiert und dass sie in denjenigen Fällen, bei denen andere Reaktionen durch die antisyphilitische Behandlung schou negativ geworden sind, doch meistens schwach positiv auszufällen pflegt. 3. Unter 336 Blutseren, die der Verf. von anderen praktischen Ärzten zur genaueren Untersuchung aufgetragen wurden, betragt der Prozentsatz der positiven Reaktion (mit Hinzurechnung des positiven Ausfälls von mittlerem Grad) 23% bei Wassermann'scher Reaktion, 27% bei Murata'scher R. und 33% bei Kahn'scher R. 4. Bei den nicht-syphilitischen Blutseren ist das prozentuale Verhältnis des negativen Ausfälle der Kahn'schen Reaktion am niedrigsten. Dies ist darauf zuruckzufuhren, dass die Kahn'sche Reaktion in vielen Fällen wegen ihrer nicht-spezifischen Eigenschaft, wenn auch schwach, doch positiv ausfällt. 5. Bei dem negativem Ausfäll der Wassermann'sowie Murata'schen Reaktion fällt die So'sche Reaktion auch negativ aus; sie steht bezüglich ihrer Empfindlichkeit neben der Murata'schen Reaktion. Wie aus oben geschilderten Ergebnissen ersichtlich ist, hat die Kahn'sche Reaktion einerseits einen besonderen Vorteil, nahmlich, dass sie gegen Syphilis sehr empfindlich ist, andrerseits aber gleichzeitig einen Nachteil, dass sie auch beim nichtsyphilitischen Serum oft schwach positiv ausfällen kann. Man soll deshalb, fälls sie schwach positiv ausfällt, mit besonderer Behutsamkeit an die Diagnose gehen. Zur Diagnose allgemeiner praktischer Ärzten empfiehlt der Verf. das So'sche Instrument, weil man durch seine Verwendung auf einfachstes Verfahren eine sehr empfindliche und fast keine nicht-spezifische Serumreaktion herbeizufuhren imstande ist.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489