Journal of Okayama Medical Association
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内分泌腺ノ骨折性變化ニ關スル研究補遺(第2編)骨折治癒諸期ニ於ケル松果腺,膵臟,唾液腺及ビ睾丸ノ組織學的所見

Oka, Hiroshi
Thumnail 51_288.pdf 7.43 MB
Abstract
Die Kenntnisse über das Verhalten verschiedener endokriner Organe bei der Knochenverletzung, besonders im Heilungsprozess der Knochenfraktur sind zurzeit noch so mangelhaft, dass man in bisherigen Literaturen nur Studien über Hypophyse, Schilddrüse, Epithelkörperchen und Thymus finden kann. Auf Grund der bereits gewonnenen eigenen Resultate über Nebenniere stellte der Verfasser daher die histologischen Untersuchungen über Zirbel, Pankreas, Speicheldrüse und Hoden an, da solche Studien ihm nicht nur endokrinologisch interessantvoll, sondern auch für die Biologie der Heilung des Knochenfraktur bedeutsam schien. Bei 37 als Versuchstiere dienenden gesunden männlichen Ratten erzeugte er den Knochenbruch an 3 Paaren von Rippen und totete die Tiere 1 Tag-12 Wochen später, um histologische Untersuchungen äber Zirbel, Pankreas, Speicheldräse und Hoden vorzunehmen. Daraus ergab sich folgendes: Die Drüsenzellen des Zirbels sind nach der Fraktur hypertrophiert und aufgehellt, während ihre Kerne Hypertrophie und Verminderung der Chromatin zeigen. Solche Veränderungen werden im früheren Heilungsstadium der Fraktur etwas deutlich, klingen nach 1-2 Wochen mehr oder weniger ab, äussern sich nach 4-5 Wochen wieder deutlich und werden danach allmählich schwächer, bis sie später beinahe ausgeglichen werden. An Pankreas findet man nach der Fraktur Hypertrophie und Hyperplasie der Langerhansschen Inseln und bemerkliche Entwicklung des Golgi-Apparates der Inselzellen. Diese Veränderungen schreiten Hand in Hand mit den Vorgängen des Knochenumbaus im Bruchsteil fort. An Parotis findet man Atrophie der Drüsenzellen, ausgeprägte Verminderung der Sekretgranula, sowie auch Atrophie der Streifenstückzellen und Feinerwerden der Streifengebilde. An Submaxillardrüse kommt es zu Atrophie der Zellen der acinosen Drüse und Abnahme ihrer Sekretgranula, Hypertrophie und Aufhellung der Zellen der tubulären Drüse, Hypertrophie der Streifenstückzellen und Deutlichwerden der Streifengebilde. Solche Veränderungen, insbesondere in Streifenstücken gehen der Kallusbildung im Knochenbruchsteil parallel. An Sublingualdrüse ist jedoch keine wesentliche Veränderung zu finden. In Hoden erfolgen nach der Fraktur Hypertrophie und Hyperplasie der Zwischenzellen, welche man im parallelen Zusammenhang in Gegensatz zu Kallusbildungsvorgängen bringen kann. Kurz, konnte der Verfasser beweisen, dass die Knochenfraktur die bestimmten histologischen Veränderungen in Zirbel, Pankreas, Speicheldrüse und Hoden zustande bringt, die sich nach ihrem zeitlichen Verlauf entsprechend den bestimmten Heilungsvorgängen des Knochenbruchsteils ordnen. Diese Tatsache stimmt mit den Versuchsresultaten an Hypophyse, Schilddrüse, Epithelkörperchen, Thymus und Nebenniere überein. Deshalb ist der Verfasser davon überzeugt, dass bei der Fraktur die verschiedenen endokrinen Organe fast sämtlich die mit dem örtlichen Heilungsprozess innig einhergehenden Veränderungen zeigen, die sich wohl plurigländulare funktionelle Umstimmungen als ein allgemeiner Heilungsvorgang deuten lassen.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489