Journal of Okayama Medical Association
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溶血反應ニ於ケル抗原抗體ノ量的關係ニ就テ(阻止竝ニ結合帶現象)

Ohkawa, Tomio
Thumnail 53_2018.pdf 5.68 MB
Abstract
Im Jahre 1927 hat Prof. Dr. M. Ogata eine Methode für die Prüfung der Präzipitation mittels der Immunkörperverdünnung gefunden und mit dieser nachgewiesen, dass sich der Antikörper mit dem Antigen in einer gewissen Verdünnung am stärksten verbindet. Er hat diesen geeigneten Verdunnungsgrad des Antigens die Bindungszone und den höchsten Verdünnungsgrad des Immunserums den Verdünnungstiter genannt. Diese Zonenerscheinung ist nach bei Komplementbindungsreaktion, Bakterio-und Hämagglutination, Präzipitation zwischen Toxin und Antitoxinmischung und Flockungsreaktion der Kolloidestoffe in gleicher Weise wie bei Präzipitinreaktion von vielen Forschern unseres Institut beobachtet worden. Aber in bezug auf das lytische Phänomen wie Hämolyse und Bakteriolyse, dei denen man zur Reaktion die Komplementwirkung benötigt, konnte dieses Verhältnis noch nioht nachgewiesen werden. Verfasser befasste sich mit dieser Frage beim Hämolysinversuch, indem er eine grosse Versuchsreihe mit Hämolysinverdünnung und absteigend verdünnter Roteemulsion ausführte und das Komplement bestimmte. Das Komplement wurde danach parallel mit Roteemulsion absteigend verdünnt, um Überschuss desselben bei jedem Versuch zu vermeiden. Als Hämolysin hat er das durch intravenöse Injektion des Schweine- blutkörperchens hoch immunisierte Kaninchenserum benützt Die Resultate dieser Untersuchungen sind folgende: 1) Die Komplementwirkung steht nicht nur bei Hämolyse in absoluten Mengen, sondern auch in Konzentration zum prüfenden Medium in inniger Beziehung. 2) Nach verschiedenen serologischen Methoden unseres Institutes werden die ganzen Versuchsreihen von Hämolysine in folgender Weise angestellt. Die Immunhämolysine wird absteigend verdünut und die antigene Roteemulsion wie 10-5-2,5-1-0,5-0,25-0,1-0,05% zu jeder Antikörperverdünnung hinzugefugt. Das Komplement wird je nach der Blutkörperchenmenge im Verhältnis von 2 fachen Prozent derselben verdünnt undzu jeder Versuchsreihe gemischt; zu 10% Roteemulsion -20% Meerschweinchenserum und so weiter. Die ganze gemischte Menge beträgt 1,5cc und wird 2 Stunden lang in 37°C digeriert. So sieht man in einer Antigenverdünnung den hochsten Hämolysintiter (siehe Tabelle 7). Dieser am stärksten reagierende Grad der Antigenverdünnung entspricht der Bindungszone, d.h. geeignete Antigenverdünnung zur Minimalhämolysindosis, und der hochste Verdünnungsgrad des Immunserums zeigt den Zonentiter des Hämolysins. Dabei bemerkte Verfasser, dass ausser dieser Rotemenge die Hämolysinreaktion in bezug auf den Hämolysintiter mehr oder minder herabgesetzt wurde. Die negativen Zonen bei Antigenüberschuss nennt man Postzonenerscheinungen. Bei sehr verdünntem Roteemulsionsteil sieht man die Hemmungszone im Antikörperüberschuss wie beim Neisser-Wechsberg'schen Phänomen bei Bakteriolysine. Wenn sich der Komplementgehalt gegen Roteemulsion nicht parallel verringert, so verläuft das Hemungsphänomen undeutlicher und der Hamolysintiter steigt bei vermindertem Antigenteil an. Wenn die Blutkörperchenmenge konstant bleibt und sich das Komplement in absteigender Weise verdünnt, so nimmt der Hämolysintiter parallel mit der Verringerung der Komplementmenge ab und die Postzonenerscheinung wird nicht beobachtet. Bei ungenügendem Komplementzusatz verschwindet die Hämolysinreaktion pnd statt derselben sieht man Hämagglutination. 3) Über die Entstehung der Hemmungszonenerscheinung (Pro-oder Postzonenphänomen) gibt es verschiedene Ansichten. Doch kann man die Hämagglutinationserscheinung bei Antikörperüberschuss ausschliessen, weil trotz negativer Hämagglutination durch Eiklarzusatz bei Antikörperüberschuss die Hemmungserscheinung beobachtet wird. 4) Nach Untersuchung der Hemmungszone bei Antikörperüberschuss beobachtet Verfasser bezüglich des Abgussserums und der sensibilisierten Rote folgende interessante Tatsachen. Im Abgussserum verringert sich die Hämolysine und auch das Komplement sehr wenig. Durch Zusatz von Hämolysin allein wird die sensibilisierte Rote nicht abgelöst, dagegen durch Komplementzusatz (etwas mehr). So schliesst Verfasser, dass sich bei Antikörperüberschuss die Antikörper in sehr geringer Menge an die Rote mit Komplement verbinden, dass jedoch bei ungenügender Bindung die Hämolyse negativ bleibt. 5) Für die Entstehuug der Hemmungserscheinung (Pro- und Postzonenphänomen) spielt beim Mengenverhältnis zwischen Blutkörperchen und Komplement die Hämolysinmenge eine grosse Rolle. 6) In bezug auf Hämagglutinin und Hämolysin in demselben Serum besteht zwischen dem Hämolysintiter und der geeigneten Antigenverdünnung (Bindungszone) eine innige Beziehung.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489