Journal of Okayama Medical Association
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「モルフィン」及ビ抱水「クロラール」ノ麻醉作用ニ及ボス「カルチウム」ノ影響

富永 猪佐雄 岡山醫科大學藥物學教室
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抄録
Von den Tatsachen ausgehend, dass das Calcium bei der elektrischen Reizung der motorischen Zentren (Sabbatani) und bei Tetanieanfällen antitetanisch wirken kann, dass es die Wirkung gewisser Gifte, wie des Strophanthins (Werschinin u. Tominaga), Veratrins (Backman u. Louis) verstärkt, und dass bei der Narkose eine Verschiebung des Calciumgehaltes im Blute zustandekommt, schien es uns von besonderem Interesse, zu erfahren, wie das Calcium die narkotische Wirkung des Morphins und des Chloralhydrates beeinflusst. Unsere diesbezügliche Versuche haben etwa folgende Ergebnisse beigebracht: 1. Das Calcium sensibilisiert merkwürdiger Weise nur in gewissen kleinen Dosen (0, 003-0, 007g pro kg Kaninchen), in denen es selbst keine merkbare Wirkung aufweist, die narkotische Wirkung des Morphins und des Chloralhydrates am Kaninchen, während bei höheren Dosen diese fördernde Wirkung nicht mehr zu konstatieren ist. 2. Den sonstigen Erdalkalien kann ebenso wie dem Calcium eine analoge Eigenschaft zukommen, und zwar auch bei bestimmten kleinen Dosen. Selbst das Magnesium, das in grossen Dosen selbst narkotisch wirkt, ist nicht imstande die narkotische Wirkung der beiden Narkotica zu verstärken, wenn die Menge über die Grenze hinausgeht, in welcher es die Narkotica sensibilisiert. Daraus geht hervor, dass das Calcium hier die Bedeutung eines zweiwertigen Kations hat. An Stärke bezüglich dieser sensibilisierenden Wirkung ist Mg fast dem Ca gleich, aber Sr und Ba stehen den beiden ersteren weit nach. 3. Dagegen üben einwertige Kationen wie Kalium und Natrium keinen Einfluss auf die narkotische Wirkung der beiden Narkotica aus. 4. Aus diesen Tatsachen wurde die Vermutung gewonnen, dass diese sensibilisierende Wirkung des Calciums auf die narkotische Wirkung des Morphins und des Chloralhydrates in der Gleichgewichtsstörung zwischen zweiwertigen Kationen und anderen Ionen ihre Ursache finde, da wir diese Wirkung nur an zweiwertigen Kationen und dazu nur innerhalb einer gewissen Grenze der Dosen auffinden können. 5. Die Krampfwirkung sowie die Giftigkeit des Morphins an der Maus wird erst durch eine sehr grosse Dosis von Ca etwas gesteigert, wird aber durch kleine Mengen keineswegs beeinflusst. Daraus geht mit Wahrscheinlichkeit hervor, dass das Calcium auf alle Wirkungen des Morphins in derselben Weise wie auf die narkotische Wirkung keinen fördernden Einfluss hat.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489