Journal of Okayama Medical Association
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家鶏ニ於テ生體染色ノ所見ヲ顧慮シタル脾剔出ニヨル卵巣ノ組織的變化殊ニ卵巣細胞ノGolgi氏裝置竝ニ卵巣脂肪量ニ及ボス其ノ影響ニ就テ

陶守 三思郎 岡山醫科大學解剖學教室
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抄録
Bei jungen Hühnern untersuchte der Verfasser normale und infolge der Milzexstirpation veränderte Eierstocke, indem er sich neben Haematoxylineosin- und Malloryschen Färbung der Cajalschen Uransilbermethode und verschiedener Fettfärbungen bediente. Daraus ergibt sich folgendes: 1. Beim Huhn besteht der Eierstock aus der Rinde und der Marksubstanz wie bei den Säugern, aber das Gewebe ist im allgemeinen lockerer. Besonders bei 2-3 Monate alten Hühnern bietet das Gewebe das dem 3ten Stadium von Koch entsprechende Bild dar, indem die Rindenoberfläche tief gefurcht ist, und die Eifollikel sich langsam entwickeln, während die Marksubstanz sehr locker ist, und die geräumige Lymphräume umgebenden einzelnen Bindegewebsbündel enthält. 2. Auch im normalen Zustand sieht man wenn auch spärlich der soliden Atresia anheimfallende mittlere Follikel und sich zur cystischen Atresia anschickende grosse Follikel. 3. Die Membrana granulosa besteht aus einschichtigen Zellen, die bei den kleinen und mittleren Follikeln kubisch oder kurzzylindrisch, und bei den grossen Follikeln zylindrisch sind. Sie enthalten in den intakten Follikeln keine Vakuolen im Gegensatz zu denen der atretischen Follikel, 4. Die fibröse Grenzmembran erweist sich als feine Linie an der äusseren Seite der Membrana granulosa schon in den kleinen Follikeln, und wird mit der Entwickelung der Follikel nach und nach deutlicher. 5. Die innere und äussere bindegewebige Follikelmembran lässt sich an der äusseren Seite der fibrösen Grenzmembran erkennen, Die innere Follikelmembran ist reich an Kernen, während die äussere kernarm ist und Lymphräume enthält. 6. Sowohl die Zellen der inneren Follikelmembran als auch die Zwischenzellen sind oval oder rundlich und enthalten rundliche Kerne und sehr grobe Körnchen. Bald sind sie zerstreut, bald gruppenweise vorhanden, und im letzteren Falle bilden sie häufig Zellennester. Besonders am Blutgefässe sind sie zahlreich vorhanden. Die Zellen der inneren Follikelmembran sind etwas grösser als die Zwischenzellen, aber beiderlei Zellen haben genau dieselbe Form und Beschaffenheit. 7. Der Golgische Apparat der Zellen der Membrana granulosa findet sich an der unteren Seite des Kerns, und zuweilen ist sehr schwach entwickelt, indem er nur aus feinen Fäden besteht. Manchmal jedoch entwickelt er sich stark und bildet ein deutliches Knäuel, sogar verbreitet er sich haufig nach lateral und oben vom Kern. Auch in den mittleren und grossen Follikeln findet man den genannten Apparat an der unteren Seite des Kerns, aber in den mittleren Follikeln entwickelt er sich sehr stark und besteht aus gröberen Stäbchen, oder bildet ein Knäuel, während seine Entwickelung in den grossen Follikeln schwach ist, indem er aus gekrümmten feinen Fäden besteht, und nur selten sich nach oben vom Kern verbreitet. 8. Das Keimepithel, die Tunica albuginea, und die fibröse Grenzmembran enthalten im normalen Zustand kein Fett im Gegensatz zu den Zwischenzellen und den Zellen der inneren Follikelmembran. Die beiden letzteren Zellen enthalten doppelbrechende Lipoide wie bei den Nagern, und zwar viel reichlicher. Auch in den Eizellen ist eine grosse Menge der Lipoide vorhanden, was als ein charakteristisches Merkmal der oviparen Tiers zu sehen ist. 9. Diese Lipoide sind in der intakten Eizelleu einfachbrechend und bilden eine ringförmige Zone innerhalb der Zellperipherie etwas entfernt von der Membrana granulosa; in der degenerierten Eizelle aber kommen auch doppelbrechende Lipoide zum Vorschein, und die ringförmige Lipoidzone nimmt an Breite zu, indem sie sich bis auf die Membrana granulosa erstreckt und nach innen eine Zweite Ringzone bildet, um endlich den ganzen Zellleib auszufüllen. In diesem Fall nehmen doppelbrechende Lipoide der Zellen der innereren Follikelmembran an Menge zu, und auch in den Zellen der Membrana granulosa tritt neutrales Fett in die Erscheinung im Gegensatz zum Keimepithel, das im normalen Eierstock niemals Fett enthält. Befund des Eierstockes bei Hühnern, denen die Milz exstirpiert wurde. 1. Nach Milzexstirpation fallen viele Eifollikel der soliden und cystischen Atresia anheim. Vor allem werden die grossen Follikel angegriffen, darauf folgen die mittleren und kleinen, während die primären den stärksten Widerstand aufweisen. 2. Veränderung des Eierstocks nach Milzexstirpation wird mit der Zeit immer deutlicher, sodass endlich alle Follikel mit Ausnahme der primären der Atresia anheimfallen oder sich dazu anschicken. 3. In den atretischen Follikeln beginnt die Degeneration mit der Kernveränderung des Eies, dann erstreckt sich zum Zellleib desselben und zu den Zellen der Membrana granulosa, um endlich die Zellen der inneren Follikelmembran zu beschädigen. 4. In den atretischen Follikeln sieht man Vakuolenbildung in den Zellen der membrana granulosa, wobei die fibröse Grenzmembran undeutlich wird, um endlich ganz zu verschwinden. 5. Die zellen der innereren Follikelmembran und die Zwischenzellen wuchern um so mehr, je stärker die Degeneration der Follikel vor sich geht. 6. Nach Milzexstirpation erweitern sich die Blutgefässe des Eierstocks und sind mit Blut gefüllt, aber diese Erscheinung tritt später in den Hintergrund. 7. Unweit der erweiterten Blutgefässe sieht man im Bindegewebe eosinophile Zellen, die zerstreut oder gruppenweise vorhanden sind und besonders in späteren Zeiten nach Operation in die Augen kommen. 8. Der Golgische Apparat der Eizellen entwickelt sich eine kurze Zeit nach Milzexstirpation, bald erleidet er eine regressive Veränderung und wird mit der Zeit immer undeutlicber. 9. Der Golgische Apparat der Membrana granulosa entwickelt sich im der soliden Atresia anheimfallenden Follikel, und zwar um so mehr, je weiter der atretische Vorgang vor sick geht, indem der aus Stäbchen bestehende oder Knäuelchenförmige Apparat allmählich sich zum deutlichen Knäuel ausbildet und sich vom basalen Abschnitt der Zelle nach lateral und oben vom Kern verbreitet. Doch tritt er vielmehr in den Hintergrund im Endstadium der Atresia. Wahrscheinlich ist es damit so zu deuten, dass die Entwickelung des Apparates die gesteigerte Funktionsfähigkeit der Zelle vertritt. In den die cystische Atresia erleidenden Follikeln entwickelt sich der genannte Apparat nicht besser, sondern er tritt in den Hintergrund. 10. Wenn viele Follikel nach Milzexetirpation in die Degeneration verfallen, so treten neutrales Fett und cholesterinesterhaltige Lipoide im Keimepithel und doppelbrechende Lipoide in den Zwischenzellen auf, während die Zellen der Membrana granulosa neutrales Fett, die Eizellen einfach- und doppelbrechende Lipoide und die Zellen der inneren Follikelmembran doppelbrechende Lipoide enthalten, und zwar sehr reichlich. Die Fettablagerung in den Eizellen ist als ein Zeichen der funktionellen Abschwächung oder Abolition der Eier zu deuten im Gegensatz zu den anderen Zellen, die infolge der Funktionssteigerung Fett enthalten können. 11. Die infolge der Milzexstirpation auftretende histologische Veränderung des Eierstocks beruht nicht nur auf der funktionellen Erniedrigung der Schilddrüse, sondern sie ist wenigstens zum Teil ale direkte Ausfallserscheinung der Milz zu deuten. Anhang. Über den Befund des vital gefärbten Eierstocks beim Huhn. Beim Hühnern injizierte der Verfasser eine 2%ige Lösung von Trypanblau in die Flügelvene oder in die Bauchhöhle 1-10mal und tötete die Tiere 2-53 Stunden nach der letzten Injektion, um ihre Eierstocke histologisch zu untersuchen. Daraus ergibt sich Folgendes: Das Keimepithel, die Tunica albuginea, die Bindegewebszellen in der Marksubstanz, die Zwischenzellen, die Histiozyten in Tunica albuginea, Marksubstanz, Theca interna und externa, die ganzen Follikelschichten der gesunden und degenerierten Follikel sind positiv gegen die Vitale Färbung im Gegensatz zu den Eizellen, die immer darauf negative reagieren. Was vor allem beim Huhn einen charakteristischen Befund darbietet, ist die Membrana limitans fibrosa, die sich durch das Vorhandensein der gefärbten Granula zum Unterschiede von der der Säuger auszeichnet. Sowohl in den gesunden als auch in den atretischen Follikeln treten die Histiozyten niemals in die Eizellen ein. Wenn die Follikel der Degeneration anheimfällt, so warden die Histiozyten in der Theca interna zahlreicher, während die gefärbten Granula in der Membrana limitans fibrosa feiner und spärlicher werden und mit dem atretischen Vorgang allmählich ihre Färbbarkeit einbüssen, um endlich mit der Membran ganz zu verschwinden. Bei der Atresie des Follikels werden die Zellen der Membrana granulosa etwas gröber und viel zahlreicher, wobei auch die Zellen der Theca interna sich vermehren.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489