Journal of Okayama Medical Association
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炎症性膀胱ニヨル抗原ノ吸收竝ニ抗體ノ産生

赤枝 守一 岡山醫科大學衛生學教室
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抄録
Es war früher fraglich, ob der in die gesunde Harblase injizierte Stoff auf Grund ihres hystologischen Baues und ihrer physiologischen Funktion resorbiert wird. Heute ist jedoch das Resorptionsvermögen der Blasenschleimhaut von vielen Autoren, wenn auch als sehrgeringfügig, schon nachgewiesen, und zwar ist für einige injizierte Arzneimittel die Resorptionskraft der Harnblase fest bestätigt worden. Dabei ist auch die interessante Erscheinung untersucht worden, dass diese Resorption durch die entzündete Blase für einige Mittel deutlich aufsteigt. Es ist in jüngster Zeit auch die Autigenresorption der Blase durch einige Autoren und nach meiner kürzlich berichteten Blasenimmunisierung sicker bestätigt worden; deswegen will ich hier als Ergänzung zu meiner Arbeit die Antigenresorption und die Antikörperbildung durch die entzündete Harnblase des Kaninchens beschreiben. Die künstliche Cystitis wird durch Eingiessung von hypertonischer Kochsalzlösung erzeugt, d. h., wenn man ca. 20 cc. dieser Lösung in die Blase eingiesst, so kommt nach einigen Stunden eine starke Cystitis zum Vorschein. bei der ich aber keine Temperatursteigerung beim Versuchstiere bemerke. Während dieser Entzündung wird die Kochsalzlösung wieder ausgegossen und das Antigen in die Blase durch den Katheter eingegossen. Als Antigen werden Ziegen- und Hühnerblutkörperchen, Rinderserum und Colibacillen in verschiedenen Mengen einmal oder dreimal in die normale und in die entzündete Blase eingegossen, und es wird die Antikörperbildung des Versuchstieres geprüft. Die Resultate sind die folgenden:- A. Ziegenhämolysinbildung. 1). Bei einmaliger Injektion. Wenn man die 5-10-50%ige Ziegenblutkörperchenlösung ca. 10 cc. pro. Kg. nur einmal in die entzündete Blase des Kaninchens injiziert, so steigt der Hämolysintiter des Versuchstieres meist auf und beträgt das Doppelte bis 40 Fache des normalen Titers; zuweilen bleibt der Hämolysintiter des Versuchstieres auch unverändert. Diese Hämolysinbildung ist beinahe gleich der bei der gesunden Blase. 2). Bei 3-maliger Injektion. Wenn man dasselbe Antigen 3 mal jeden zweiten Tag in die entzündete Blase eingiesst, so steigt der Hämolysintiter ziemlich stark auf und beträgt das 10-100 Fache des normalen Titers. Diese Titersteigerung ist viel höher als bei den Injektionsfällen mit gesunder Blase, bei denen der Hämolysintiter das 2.5-25 Fache des normalen Titers zeigt. B. Hämoagglutininbildung gegen Hühnerblutköperchen. 1). Bei einmaliger Injektion. Wenn man die 5-10-50%ige Hühnerblutkörperchenlösung, ca. 10 cc. pro. Kg., in die entzündete Blase injiziert, so steigt der Hämoagglutinintiter fast immer nur wenig auf (2-10 Fache des normalen Titers). Sein Anstieg ist also fast gleich der Titersteigerung bei den Injektionsfällen mit gesunder Blase. 2). Bei dreimaliger Injektion. In diesen Fällen wurde die 5-10%ige Lösung in der gleichen Weise 3 mal jeden zweiten Tag in die eutzüudete Blase eingegossen. Der Hämoagglutinintiter steigt diesmal deutlich auf und beträgt das 100-500 Fache des normalen Titers. Diese Titersteigerung ist viel höher als bei den Injektionsfällen mit gesunder Blase, bei denen der Titer das 4-25 Fache des normalen Titers beträgt. C. Präzipitinbildung gegen Rinderserum. 1). Bei einmaliger Injektion. Wenn 15-20 cc. Ringerserum in die entzündete Blase injiziert werden, so steigt der Präzipitintiter deutlich auf beträgt meist:- 1:10.000 ………………………… nach Uhlenhuth'scher Methode. Verdünnungstiter 1:16 nach Biedungszone 1:500-2.500 Ogata'scher Methode. Diese Titersteigerung ist höher als bei der normalen Blase. 2). Bei dreimaliger Injektion. Wenn dasselbe Antigen in der gleichen Weise 3 mal jeden zweiten Tag in die entzündete Blase injiziert wird, so steigt der Präzipitintiter des Versuschstieres danach ebenfalls hoch und beträgt: -1:10.000-1:25.000..................nach Uhlenhuth'scher Methode. Verdunnungstiter 1:16-32 Bindungszone 1:2.500-10.000 nach Ogata'scher Methode. Diese Präzipitinreaktion mit Rinderserum ist deswegen bei der entzündete Blase, sowohl bei einmaliger als auch bei dreimaliger Injektion, meistens sehr stark und hoch; bei der gesunden Blase ist die Reaktion dagegen meist niedrig und bleibt oft sogar unverändert. D. Bakterienagglutininbildung gegen Colibacillen. 1). Bei einmaliger Iujektion. Die 3 Normalösen Colikultur von der frischen Schrägagar, welche 18-20 Stunden lang in den Brutofen eingestellt wurde, werden in der physiologischen Kochsalzlosung gleichmrässig aufgeschwemmt und dann im Wasserbad bei 60 C. 2 Stunden lang sterilisiert. 5cc. dieser Aufschwemmung werden in die entzündete Blase nur einmal eingegossen. Der Agglutinintiter des Versuchstieres ist bei diesem Fall meist sehr niedrig und beträgt nur das 2,5-25 Fache des normalen Titers. Bei der gesunden Blase tritt dasselbe in Erscheinung. 2). Bei dreimaliger Injektion. Giesst 5cc. derselben Coliaufschwemmung in der gleichen Weise 3 mal in die entzündete Blase, so steigt der Agglutinintiter 7-14 Tage nach der letzten Injektion deutlich auf und beträgt das 20-500 Fache des normalen Titers ; bei den Injektionsfällen mit gesunder Blase ist der Titer dagegen ziemlich niedrig und beträgt nur das 2-250 Fache des normalen Titers. Schlüsse:- 1). Bei einmaliger Injektion mit Ziegen- oder Hühnerblutkörperchen oder Colibacillen ist der Hämolysin- oder Agglutinintiter bei der entzündeten Blase meist dem Titer dei den Injektionsfällen mit gesunder Blase fast gleich. Bei dreimaliger Injektion aber ist der Hamolysin- und Agglutinintiter bei der entzündeten Blase viel höher als bei der gesunden. 2). Bei der 1-3 maligen Injektion mit Rinderserum ist der Präzipitintiter bei entzündeter Blase in fast allen Fällen viel höher als bei gesunder Blase, sowohl nach Uhlenhuth'scher als auch nach Ogata'scher Methode. 3). Schliesslich möchte ich sagen "Bei der Blasenimmunisierung des Kaninchens mit Ziegen- und Hühnerblutkörperchen, Rinderserum oder Colibazillen ist die Autikorperbildung des Versuchstieres bei eutzündeter Blase viel stärker als bei gesunder Blase, d. h. auch die Antigenresorption ist wahrscheinlich viel starker bei entzündeter als bei gesunder Blase".
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489