Journal of Okayama Medical Association
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生體ノ調整能機構ニ關スル研究補遺(第3報)諸種「シヨツク」時ノ血液性状ノ變化ニ就テ

園部 和男 岡山醫科大學柿沼内科教室
Thumnail 49_1211.pdf 2.09 MB
抄録
Die Pathogenese des sog. Kollaps- bzw. Schocktodes betreffend wurden bisjetzt von verschiedenen Seiten viele Versuche und Anschauungen angegeben. Aber die Ausgleichsvorgänge im Organismus, die bei solchen lebensgefährlichen Zuständen als ein Art Sicherung zur Aufrechterhaltung der Lebensfähigkeit erforderlich sind, wurden nur wenig in Acht genommen. Verfasser untersuchte also die zeitlichen Veranderungendes Blutstatus, wie der Normalopsoninwert, der Blutzucker, die Blutgerinnungszeit, der Serumrefraktionswert, die Zahl und Arten der Erythrozyten und Leukozyten, der Hämoglobingehalt, die Blutplättchenzahl etc., bei experimentellem Pepton-, Histamin-, traumatischen, Eingeweide- und Medullarschock des Hundes und bei anaphylaktischem Schock des Meerschweinchens, und auch deren Beeinflussung durch eiuige Mittel, wieTraubenzucker und Insulin, und verglich die Versuchsresultate miteinander unter Berücksichtigung klinischer Erscheinungen. Die Zusammenfassung lautet wie folgt: 1) Bei Pepton-, Histamin- und Medullarschock stieg der Normalopsoninwert mit dem Erscheinen der klinischen Symptome zusammen im allgemeinen auf, aber umgekehrt bei Eingeweide- und anaphylaktischem Schock, und bei traumatischem Schock war er fast nie verändert. 2) Der Blutzucker wurde bei Pepton- und Medullarschock erhöht, bei Eingeweideschock erniedrigt und bei traumatischem sowie anaphylaktischem Schock in keiner bestimmten Weise beeinflusst. Bei Histaminschock neigte er im allgemeinen sehr zur Erhöhung. 3) Die Blutgerinnungszeit wurde in Hunden durch Pepton- und intravenöser Histaminanwendung deutlich verlängert, aber umgekehrt bei traumatischem und Eingeweideschock als auch nach subkutaner Histaminanwendung. Bei anaphylaktischem und Peptonschock in Meerschweinchen wurde keine bestimmte Veranderung nachgewiesen. 4) Die Blutplättchenzahl wurde vermindert bei Pepton-, anaphylaktischem, Histainin- und Eingeweideschock, dagegen vermehrt bei traumatischem Schock allmählich. 5) Die Leukozytenzahl nahm bei Histamin-, Medullar- und anaphylaktischem Schock zu, nachdem eine vorübergehende Verminderung voranging. Bei Eingeweide-schock nahm sie von Anfang an zu und bei Peptonschock ab. Im ganzen konnte man konstatieren, dass die leukopenischen Fälle von einer relativen Lymphozytose mit Neutropenie begleitet wurden. 6) Die Erythrozytenzahl, der Hämoglobingehalt und die Serumrefraktion zeigten auch bei allen Fällen eine mehr oder weniger gewisse, aber keine je bei jedem Schock eindeutige Veränderung. 7) Die Vorbehandlung der Tiere mit Traubenzucker liess den Peptouschock viel leichter als sonst ablaufen und die Insulinvorbehandlung dagegen schwerer, während es sich bei Histaminschock ganz umgekehrt verhielt. Die Traubenzucker- oder Insulinvorbehandlung übte auch einen gewissen Einfluss auf den Blutzucker und den Opsoninwert aus, aber fast keinen auf den übrigen Blutstatus. Wie oben erwähnt, konnte man keine für jeden Schock allgemeingültige eindeutige Veränderung des Blutstatus und auch keine bestimmte Beziehung zwischen der Schockstarke und dem Blutstatus konstatieren, wie auch die Entstehungspathogenese jedes Schocks voneinander geht. Insbesondere ist es nicht tadellos, wenn man bei solchen lebensgefährlichen komplizierten Zuständen die biologischen Abwehrkräfte des Organismus durch einen beschränkten Anhaltspunkt, wie durch den Opsoninwert, beurteileu will. Aber durch die obenerwähnten Versuche konnten wir einige wichtige Merkmale gewinnen, die bei der Beurteilung der Ausgleichs- bzw. Sicherungsmechanismen des Organismus verwertbar sind.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489