Journal of Okayama Medical Association
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家族性「エオジン」嗜好白血球増多症 (familiäre Eosinophilie) 例竝ニ本邦文獻ニ關スル展望

平木 潔 岡山醫科大學北山内科教室
Thumnail 53_2197.pdf 792 KB
抄録
Bei einem Pat., dem im Frühling 1940 eine Geschwulst des rechten Hodens exstirpiert und durch histologische Untersuchungen die Diagnose Seminom gestellt worden war, wuchsen neulich in den retroperitonealen Lymphdrüsen Metastasen heran. Der Verf. untersuchte wiederholt die Faeces und den Duodenalsaft des Pat., konnte aber darin keine Parasiteneier nachweisen. Es liess sich jedoch eine Eosinophilie feststellen. Die eosinophilen Zellen betrugen etwa 10 proz. der gesamten weissen Zellen. Die Zahl des Hämoglobins, der Erythrozyten und der Leukozyten sowie die Grösse der Erythrozyten waren normal. Die Anisocytose und Poikilocytose waren night vorhanden. Die Wassermannsche Reaktion fiel negativ aus; die Gerinnungszeit des Blutes war normal. Die Blutungszeit indes verzögerte etwas, die Retikulozyten und Blutplättchen waren an Menge einigermassen herabgesetzt. Das Aschnersche Zeichen und der Tschermaksche Versuch verliefen negativ. Bei den Familienmitgliedern des Pat. wurden in Faeces auch keine Parasiteneier beobachtet. Trotzdem fand sich beim Vater eine 16,6 proz., bei der Schwester eine 15,0 proz., beim Bruder eine 21,2 proz. und beim ersten Sohn eine 9,8 proz. Eosinopnilie. Bei den allen jedoch waren die Menge des Hämoglobins, die Zahl der Erythrozyten und der Leukozyten und die Grösse der Erythrozyten normal. Es wurden auch weder Anisocytose noch poikilocytose beobachtet; die Wassermannsche Reaktion verhielt sich negativ. Das Aschnersche Zeichen und der Tschermaksche Versuch fielen bei den Familienmitgliedern, mit Ausnahme des ersten Sohnes, negativ aus; die Vagotonie war nicht nachweislich. Aus der Summe dieser Feststellungen schliesst der Verf., dass es sich um eine sog. familiäre Eosinophilie handelte. Zu beachten ist es, dass in dem vorliegenden Fall die Eosinophilie durch Rontgenbestrahlung allmählich gesteigert wurde und dass sich in den sämtlichen Fällen Lymphocytose zeigte. Schliesslich verfolgte der Verf. in der japanischen Literatur Angaben über die familiäre Eosinophilie und fand darin 6 Referenten, die über insgesamt 26 Patienten berichteten, Diese Berichte hat er in einer Tabelle zusammengefasst, um die Gesamtergebnisse anschaulich wiederzugeben und zu besprechen. In diesen Angaben aber fanden sich nicht wenig Fälle, in denen Darmparasiten vorkamen und daher zweifelhaft waren, ob es sich um echte Eosinophilie handelte.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489